Sein Bruder Udo Jürgens sorgte kürzlich mit seiner Familiensaga "Der Mann mit dem Fagott" für Furore. Vor Jahren hat er ihm mit dem Lied "Mein Bruder ist ein Maler" ein musikalisches Denkmal gesetzt. Manfred Bockelmann wurde eine 30-minütige Dokumentation des ORF-Landesstudios Kärnten gewidmet. Zu sehen auf ORF Eins wie auf 3-SAT - 2012 wird die Doku auf weiteren Eurovisionssendern ausgestrahlt.
Der Künstler Manfred Bockelmann zählt zu den vielseitigsten Kunstschaffenden Österreichs. Als "Sammler der Augenblicke" wird er in der von Helga Suppan gestalteten Dokumentation präsentiert. Die Filmmusik stammt aus der Feder von Roman Wohofsky und Edgar Unterkirchner. Der jüngere Bruder von Udo Jürgens ist Maler, Bildhauer und Fotograf.
Die Premiere der Dokumentation fand im Auditorium des Leopold Museums im MuseumsQuartier in Wien statt. Museumsvorstand Diethard Leopold und Managing Director Peter Weinhäupl begrüßten dabei nicht nur Manfred Bockelmann persönlich, sondern unter anderem auch ORF-Kärnten-Landesdirektor Willy Haslitzer, ORF-Kulturchef Martin Traxl, die Gestalterin Helga Suppan, Komponist Edgar Unterkirchner und Altmeister Ernst Fuchs.
Manfred Bockelmann wurde 1943 in Klagenfurt geboren. Nach seinem Studium in Graz arbeitete er zunächsts als freier Fotograf, bevor er mit Friedensreich Hundertwasser auf dessen Schiffskutter "Regentag" reiste. Es entstand das Kunstbuch ?Hundertwasser - Regentag?. Fotosafaris führten Bockelmann durch Mittel- und Südamerika, Australien und Ostafrika. Im Buch "Malerei der Stille" dokumentiert er 1985 die Summe seiner künstlerischen Arbeiten.
1995 gestaltet er in Kärnten die Scheune seines Bauernhofs zum zentralen Atelier um. Fotografie und Malerei beeinflussen sich gegenseitig, für Bockelmann gibt es keinen Werte-Unterschied zwischen Fotografie und Malerei. Ersteres empfindet er als Festhalten des Augenblicks, letzteres als Bewältigung einer Summe von Augenblicken.